Zukunft im Verein

Beitrag veröffentlicht am 10. Juli 2026

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Zukunft im Verein
  1. Wie hat sich unser Vereinsleben in den vergangenen Jahren verändert? NEU sind verschiedenartige Interessengemeinschaften:
    – freier Zugang zu monatlichem Stammtisch auch für Nichtmitglieder
    – Fotospaziergänge
    – Tarock-Gruppe
    – Aqua Walken
    – Smovey-Gymnastik-Kurs = es gibt bereits Anmeldungen, wurde aber noch nicht realisiert

    Was gibt es nicht mehr? Minigolf wurde im beiderseitigen Einvernehmen mit PSV Steyr stillgelegt, weil kein Nachwuchs vorhanden war.

    „Die Zukunft unseres Vereines sehe ich nicht in starren, herkömmlichen Strukturen. Freizeitgewohnheiten ändern sich. Unser Alltag und unsere Lebensabschnitte sind heute flexibler und dynamischer als früher. Ich verstehe den Schutzverband daher wie ein schützendes Dach über einem lebendigen Mehrparteienhaus: Wir verbinden die unterschiedlichsten Interessengemeinschaften und deren Anliegen miteinander. Hinter jedem Fenster verbergen sich spannende Themen, die wir gemeinsam aufgreifen können – und im großen Pool unserer Mitglieder finden sich garantiert immer Gleichgesinnte, die diese Ideen miteinander verwirklichen. Unser vielfältiges Netzwerk sorgt dafür, dass Zusammenhalt entsteht“. Es ist hier wichtig, dass wir die Interessen der Menschen bündeln.

  2. Welche Herausforderungen sieht der Obmann derzeit für Pensionistenvereine?
    – viele Menschen sind nicht auf einen institutionellen Verein angewiesen und sie regeln sich ihre Kontakte in privaten Runden ohne Vereinsstatuten (kontaktfreudige Menschen haben auch ohne Verein einen riesigen Bekanntenkreis)
    – heutzutage sind Pensionisten mobiler, individueller und fahren selbst anstatt mit Bus
    – Überalterung bestehender Strukturen: Eingespielte Freundeskreise und die „inneren Zirkel“ innerhalb des Vereins werden gemeinsam Jahr für Jahr älter und schrumpfen kontinuierlich. Ohne gezielten Nachwuchs droht diesen Gruppen auf lange Sicht das Auflösen.

    Die Lösung liegt in der Organisation von Interessensgemeinschaften:
     – Das „Feuerwehrjugend“-Prinzip: Die jüngeren Jahrgänge müssen strategisch abgeholt werden, um ähnlich wie eine Feuerwehrjugend organisch in den Verein nachzurücken.
    – Förderung der Selbstorganisation: Die Gruppe der 50- bis ca. 60-Jährigen steht oft noch im Berufsleben oder an einer anderen Schwelle des Älterwerdens. Sie muss Angebote und Aktivitäten komplett in Selbstorganisation betreiben können.
    – Bedürfnisse differenzieren: Ein 55-Jähriger tickt heute völlig anders als ein 75- oder 80-jähriges Vereinsmitglied. Der Verein muss diese unterschiedlichen Lebenswelten anerkennen und für beide Zielgruppen die jeweils passenden, flexiblen Räume bieten.

  3. Welche Wünsche und Ziele gibt es für die Zukunft des Schutzverbandes?
    – keine organisatorische Gliederung in Sektionen, sondern möglichst freie Interessensgemeinschaften (Interessenten müssen sich keiner Wahl in der jeweiligen Sektion stellen und brauchen sich nicht längerfristig binden)
    – jeder bindet sich in Abstimmung mit dem Vorstand oft auch nur für kleinere Themen und Projekte, Mitarbeit solange jemand eine Freude damit hat

Wie könnten sich insbesondere jüngere Noch-Nicht-Pensionistinnen und Pensionisten für den Verein begeistern?
– Es heißt ja auch: Schutzverband der Pensionsversicherten. Jüngere Zielgruppen aktivieren, ihre Freizeit-Events selbst in die Hand zu nehmen. Vernetzungstreffen.
– Nutzen stiften in der digitalen Welt und ein verstaubtes Altersimage vermeiden (keiner will alt sein?)
– viele Mitglieder schätzen es, dass der Verein keiner politischen Dachorganisation angehört
– 50+ untereinander sich finden lassen, eine Lokalität ist beste Basis zur Ermöglichung
– das Angebotsprofil modernisieren (Aktivität statt Ruhestand) – geführte Outdoor-Aktivitäten
– Kreative Nischen wie Foto-Workshops
– Brückenbauer für die digitale Welt sein
– Mitgestaltung anbieten (nicht nur konsumieren, sondern sich einbringen und wirksam sein.
– Aufbau neuer Gruppen für beliebige Aktivitäten und Kompetenz nutzen
– Der Schutzverband ist kein Wartezimmer für das Alter, sondern eine Plattform, das Leben gemeinsam, aktiv und selbstbestimmt zu gestalten

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